Artists biographies
Thierry De Mey

Thierry De Mey, Jahrgang 1956, ist Komponist und Filmemacher. Ein intuitives Gefühl für Bewegung lenkt sein gesamtes Werk und ermöglicht ihm, sich in einer Vielzahl von Disziplinen zu bewegen und diese miteinander zu verbinden. Er hat eine Musiksprache entwickelt, die auf die Bewegung abgestimmt ist und in Stücken verwandt wird, in denen visuelle und choreographische Aspekte ebenso wichtig sind wie der klangliche Beitrag, so in »Musique de tables« (1987), »Silence must be!« (2002) und »Light Music« (2004).

Ein Großteil seiner musikalischen Produktionen ist für Tanz und Kino gedacht. Thierry de Mey hat  eng zusammengearbeitet mit Choreographen wie Anne Teresa De Keersmaeker, Wim Vandekeybus und seine Schwester Michèle Anne De Mey. Zu seinen Hauptwerken zählen »Rosas danst Rosas«, »Amor constante«, »Kinok« (choreographiert von Anna Teresa De Keersmaeker), »Les porteuses de mauvaises nouvelles«, »Le poids de la main« (choreographiert von W. Vandekeybus), »Dantons Tod« (Regie: Bob Wilson), »Musique de table«, »Frisking pour percussions«, etc.

Thierry de Mey ist Mitbegründer von Maximalist! und dem Ictus Ensemble, das mehrere seiner Werke uraufführte. Seine Musik wurde von zahlreichen namhaften Ensemble gespielt, so dem Arditti Quartet, dem Hilliard Ensemble, der London Sinfonietta, dem Ensemble Modern, dem Ensemble Musikfabrik und dem Orchestre Symphonique de Lille. Thierry De Meys Installationen, in denen Musik, Tanz, Video und interaktive Prozesse zusammenwirken, wurden u. a. bei den Biennalen von Venedig und Lyon sowie in zahlreichen Museen gezeigt. Für sein Werk hat er zahlreiche nationale und internationale Auszeichnungen erhalten.

2007 realisierte er »From Inside« für die Charleroi Danses Biennale, eine interaktive Installation in der Form eines Triptychons. Für die Charleroi Danse Biennale 2009 entwarf er »Equi Voci«, ein Polyptychon aus Tanzfilmen mit Orchestermusik, die die Filme »Ma mère l’Oye« und »Prélude à la mer« beinhalten, beide choreographiert von Anne Teresa De Keersmaeker. Sein letzter Film – »La Valse«, choreographiert von Thomas Hauert und der ZOO Dance Company – vervollständigt und beendet das Projekt.

Thierry De Mey ist Associate Artist bei Charleroi Danses, dem choreographischen Zentrum der Föderation Wallonie-Brüssel. Seine Installation »Solid Traces« eröffnete die Charleroi Danses Biennale 2015. 2016 wurde »Simplexity«, ein Stück für fünf Musiker und fünf Tänzer, beim Kunstenfestivaldesarts uraufgeführt und eröffnete anschließend das Festival Manifesto in Paris.



Appearances at the
Beethovenfest 2017